Der Hammer! Dinkelsbühl greift an!

Wenn man nicht erkennt welches die wahren Bedrohungen sind und welches die wirklichen Hemmschuhe der Systeme nach westlichem Muster sind. Eine der Erkenntisse klingt so gar nicht deutsch: "Man muß jetzt den Mut haben Gesetze zu brechen", so Hammer, und "Das Heil des Westens liegt im Osten". Hätten das die Siebenbürger Sachsen 1990 gewußt...

Ein Bürgermeister, der (Christoph) Hammer von Dinkelsbühl macht sich über Globalisierung Gedanken und reist nach RO und nach China um die negativen Folgen der Globalisierung für seine Stadt in den Griff zu bekommen. Besonders "freundlich" wurde er von den Unternehmern in der Partnerstadt Schäßburg empfangen. Der Tipp des Geschäftsführers der Schuster Group »Wenne nicht schmierst, hasse verlorn«, klingt auch nach dem Motto: Mut zum Gesetze brechen.

Worum sollte sich der Bürgermeister denn vorrangig kümmern um den Auswirkungen der Globalisierung entgegenzuwirken?

Wie so oft, erstmal im eigenen Laden aufräumen und sich fragen wo man im eigenen Haus Kosten reduzieren kann und seinen Gewerbesteuerzahlern zeigen, dass die Botschaft bei ihm angekommen ist.

Vielleicht könnte er versuchen die exorbitant hohen Baulandpreise zu senken, welche sich als wahre Konjunkturbremse zeigen. Das wird ihm aber schwer fallen, weil in seinem Gemeinderat viele fette Bauern sitzen, die um ihre EU-Subventionen bangen, wenn ihre Produktionsflächen (die stillgelegten) Bauland werden und die Subventionen wegfallen.

Ein ausführlicher Bericht über die Reisen des Dinkesbühler Bürgermeisters Christoph Hammer und seines Adjudanten ist unter http://www.zeit.de/2005/47/Dinkelsb_9fhl?page=all nachzulesen. Sehr interessant und wirklich lesenswert!

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Kommentare

> Eingetragen von  
am [23.11.2005, 15:02]
Etwas voreilig, wie dieser Artikel, der sich in seiner Nüchternheit so woltuend vom üblichen idelogischen Globalisierungsgeschrei abhebt, heruntergenacht werden soll. Und warum? Nur weil genauso nüchtern ein "Unsriger" geschildert wird, der vollkommen beherrscht, was den global Player von heute ausmacht: benimmbefreites, rücksichsloses Raffen und herrisches Pöbeln. Das ist peinlich, naklar, aber von dieser Sorte gibt es in Deutschland noch ganz andere Kaliber. Der Artikel jedenfalls ist wundervoll und das Klügste, was ich bisher in Zeitungen zum Thema gefunden habe.

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> Eingetragen von   www
am [01.02.2006, 21:26]
Leute wie Hammer sind ein Jammer.

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