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05.01.10, 13:43
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rio
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Registriert seit: 17.05.09
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Eva Herman und Bischöfin Käßmann
Hallo Allerseits und ein Frohes Neues!
Habe da einen Brief von Eva Herman (vielleicht erinnern sich noch einige an diese mutige Frau) an Frau Bischöfin Käßmann, Ratsvorsitzende der EKD gefunden und erlaube mir ihn hierher zu kopieren. Der direkte Link dazu:
http://info.kopp-verlag.de/news/ist-...kaessmann.html
Und wieder hat Frau Herman so etwas von Recht, finde ich. Da es hier um wichtige, fundamentale Fragen und Einstellungen, was die Kinderbetreuung - und - erziehung geht, tangiert das Thema auch uns SBB. Frauen ebenso wie Männer. Würde mich Eure persönliche (natürlich!) Meinung, sowohl zum Artikel, als auch zu den Problemen der Kindererziehung interessieren. Natürlich wären die Meinungen der direkt Involvierten (erziehende Eltern, insbesondere Mütter) besonders interessant.
Ist Gott altmodisch, Margot Käßmann?
Man hätte sich wirklich wünschen können, dass wenigstens die letzten Tage einigermaßen ruhig verlaufen mochten, doch weit gefehlt. Im Ausland war die Hölle los, von Iran bis Pakistan, von Irak, Athen, Afghanistan, USA und Jemen herrsch(t)en kriegsähnliche Zustände, wurden und werden Menschenrechte mit Füßen getreten.
Längst nicht so martialisch ging es bei uns zu, nun gut, aus der Schweinegrippe wurde jetzt die Scheingrippe, doch stockt einem der Atem bei der Lektüre des Tagesspiegels am Sonntag, den 26. Dezember 2009. Da heißt es unter anderem:
»Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, hat sich gegen das von der schwarz-gelben Koalition beabsichtigte Betreuungsgeld gewandt. ›Immer noch ist unser Betreuungs- und Bildungssystem darauf eingestellt, dass ein Kind um 13.30 Uhr nach Hause kommt, dass jemand gekocht hat und mit ihm Hausaufgaben macht. Dieses Familienbild entspricht nicht mehr der Realität‹«, sagte Käßmann dem Berliner Tagesspiegel am Sonntag. Am bedrückendsten sei »die wachsende Kinderarmut und dass viele Kinder und Jugendliche selbst nicht mehr daran glauben, aus der Armut herauszukommen«. Daher sei die Ganztagsschule wichtig - »viel wichtiger als ein Betreuungsgeld«, ergänzte Käßmann. Ein Betreuungsgeld »könnte eher ein Anreiz für manche Eltern sein, Kinder gerade nicht einer Betreuungseinrichtung anzuvertrauen«.
Margot Käßmann (Copyright Foto Lawrenz)
Im Ernst, genau das steht dort. Und davon scheint die frisch gewählte EKD- Ratsvorsitzende fest überzeugt zu sein, was auch immer diese Einstellung mit dem Amt der christlichen Vorzeigefrau Nummer eins in Deutschland zu tun haben mag.
Wir wissen in diesem Augenblick nicht, welche persönlichen Erfahrungen bei dieser abenteuerlichen Einschätzung der EKD-Ratsvorsitzenden eine Rolle spielen mögen, vielleicht hat sie ihre eigene Aussage für immer geprägt, als sie unlängst etwas von sich gab, das so ähnlich klang wie: sie wolle am liebsten 24 Stunden am Tag Bischöfin sein. Nun kommt ja seit Oktober der EKD-Ratsvorsitz noch dazu, da hat sie dann wirklich allerhand um die Ohren und ist vielleicht deswegen sogar ganz froh, wenn ihre vier Kinder weit weg von anderen Leuten betreut werden und ihr nicht mehr ins Gehege kommen können, ebenso wenig der Gatte, den sie hatte.
Auf jeden Fall scheint Margot Käßmann der festen Ansicht zu sein, dass Kinder, die mittags aus der Schule kommen, kein Mittagessen mehr brauchen und auch niemanden an der Seite benötigen, der sich mit ihnen beschäftigt und sich gemeinsam mit ihnen um die Schularbeiten kümmert.
Nein, ganz anders: Die Gören sollen erst gar nicht nach Hause kommen, sondern sie sollen schnell viel lernen, damit sie später ganz schlau und gebildet sind. Sie sollen also möglichst hübsch fremdbetreut werden, am liebsten gar auch 24 Stunden? Sie sollen ihre Nachmittage bei Fremden in Fremdeinrichtungen verbringen, ohne persönliche Rückzugsgebiete, ohne private Nischen, ohne das eigene Zimmer, ohne das Bett, auf das sie sich mal werfen können, ohne ihre Geschwister, ohne ihre Freunde, ohne ihre Haustiere, ohne ihre Fahrräder und Gärten, ohne individuelle und familiäre Angebote und Verbindungen. Kinder gehören nicht ins, nein, sie gehören aus dem Haus! Am liebsten 24 Stunden? Damit Mutti auch 24 Stunden lang arbeiten und Geld verdienen kann? Und wenn Mutti doch einmal abends nach Hause kommen sollte, hundemüde, Vati auch, die Kinder auch, dann soll in den verbleibenden zwei, drei Stunden ein trautes Familienleben entwickelt werden, damit die Kinder Urvertrauen und Selbstbewusstsein, menschliche Bindungen und Verantwortungsgefühl für andere Menschen und für das Leben erlernen.
Sehr geehrte Margot Käßmann! Denken Sie, dass Sie mit diesen öffentlichen Aussagen wirklich ein leuchtendes Vorbild für das christliche Verständnis von Familie seien? Ihr persönliches Vorstellungsmuster sieht also in jedem Fall die Fremdbetreuung vor, weil dies jetzt modern ist? Sie sagten wörtlich: »Dieses Familienbild entspricht nicht mehr der Realität!« Wirklich nicht? Wer sagt das denn? Die Feministinnen, ja, ja, aber die haben doch meistens gar keine Kinder, sie haben von Familie genau sowenig eine Ahnung wie vom Abwaschen. Haben sich etwa die Bedürfnisse aller Kinder im Land mit einem Schlag geändert? Oder wessen Bedürfnisse? Die der Frauen, die am liebsten 24 Stunden im Job sein wollen? Außer Ihnen, sehr geehrte Frau Käßmann, kenne ich niemanden, der freiwillig so viel arbeiten möchte. Viele Frauen müssen in die Erwerbstätigkeit, weil das Geld nicht reicht, eben weil auch nur vom Staat finanziell gefördert wird, wer nicht zuhause bleibt. Ist alles modern!
Und Sie werfen bei Ihrer Forderung und dem Entwurf eines neuen Familienbildes auch noch ohne Not das geplante Betreuungsgeld für Kleinkinder, welches maximal bis zum dritten Lebensjahr bezahlt wird, aber auch frühestens eventuell für 2013 beschlossen sein soll, und eventuell ja auch nur in Form von Gutscheinen ausgegeben werden soll, weil die Muttis und Vatis sonst das viele Geld versaufen könnten, Sie werfen also diese 150 Euro Betreuungsgeld für Kleinkinder mit der Fremdbetreuung für Schülerinnen und Schüler, die bis zu ihrem 18., 19. Lebensjahr zur Schule gehen, in ein und denselben verrosteten und wirklich langsam ausgeleierten Feminismuspott? Ich wäre Ihnen für eine logische Aufschlüsselung hinsichtlich dieser merkwürdigen Vermischung dankbar.
Sehr geehrte Frau Käßmann, um ehrlich zu sein, ich verstehe Sie nicht mehr. Können Sie sich noch daran erinnern, als wir beide vor wenigen Jahren in Ihrer schönen Marktkirche im niedersächsischen Hannover gemeinsam das Reformationsfest und auch das Pfingstfest gestalteten und Sie damals über den Heiligen Geist sprachen? Es waren sehr eindrucksvolle Veranstaltungen und ich erinnere mich ausgesprochen gerne daran. Denn damals hatte ich Hoffnung! Hoffnung für dieses Land, Hoffnung für die kleinen Kinder und Hoffnung für die Mütter. Da stand eine Frau von uns, Sie, nämlich Sie, Frau Käßmann, eine Mutter von vier Kindern, eine Ehefrau, eine Familienmanagerin, mit weiblichen Gefühlen und Empfindungen, fernab von Ihrem 24-Stunden-Job als Bischöfin. Sie sahen schön aus, hatten ein klares, leuchtendes Gesicht und Sie waren ganz weich, Sie sprachen über die Liebe, über das menschliche Miteinander, über Wärme, und sie sprachen, wie schon erwähnt, vom Heiligen Geist. Fast war es mir damals, als sei er direkt über uns gewesen, der Heilige Geist, der ja Gottes Willen darstellt und die ewige Wahrheit.
Natürlich kennen Sie die Bibel, Frau Käßmann, viel besser als ich, denn Sie haben ja mehr oder weniger 24 Stunden am Tag mit ihr zu tun. Doch haben Sie die vielen Verse und sogar die Gebote über die Frau, den Mann und die Kinder wirklich aufmerksam gelesen? Über die Aufgaben, die Gott uns Menschen übertrug? Es stimmt schon, die Bibel ist bereits ziemlich alt, und das Rad der Geschichte hat sich weiter gedreht. Die Zeiten sind jetzt anders, viel moderner, globalisierter, feminisierter und genderisierter. Aber glauben Sie wirklich, dass Gott seine ehernen Schöpfungsgesetze deswegen verändert hat, anpasste an uns kleine, moderne Erdkrustenwürmer?
Schauen Sie sich um, Frau Käßmann: Hätte unser Schöpfer wirklich einen einzigen Grund, sich an uns zu orientieren, die wir jenes erschreckende Menschengesamtwerk schufen von Krieg, Terror, Gewalt, Lieblosigkeit und seit neuestem einer beängstigenden Geschlechterneutralisierung, die Sie ihn, den urewigen Gott, bereits als »Schwester« bezeichnen ließen? Nein, Frau Käßmann, das können Sie nicht wirklich glauben. Dies würde ja auch bedeuten, dass er, unser Allmächtiger Vater im Himmel, fehlbar wäre. Halten Sie als EKD-Ratsvorsitzende das echt für möglich?
Als ich Sie damals in Hannover erlebte, wäre eine solche Veränderung für mich nicht denkbar gewesen. Nun ja, inzwischen ist viel passiert, ich weiß. Sie sind EKD-Ratsvorsitzende geworden, und ich bin beim NDR rausgeflogen. Unsere Wege gingen diametral auseinander. Vielleicht würden wir zwei immer noch gemeinsame Andachten in Hannover feiern, wenn ich mich damals nicht öffentlich für die Bedürfnisse von Kleinkindern und gegen Gender Mainstreaming ausgesprochen hätte. Wer das tut, der wird nämlich mit der Nazikeule verfolgt und manchmal wird er auch totgeschlagen. Keine Sorge, ich lebe noch, und heute beweisen über ein Dutzend Gerichtsurteile, dass ich zu keinem Zeitpunkt diese angebliche Äußerung tätigte, sondern das Gegenteil der Fall war. Aber sei es drum: Mir geht nämlich jetzt plötzlich ein völlig wahnwitziger Gedanke durch den Kopf: Wäre es möglich, dass auch Sie gefährdet wären, wenn sie sich öffentlich für die natürliche Bindung von Mutter und Kind aussprechen würden? Sie, als EKD-Ratsvorsitzende und 24-Stunden-Bischöfin? Bisher dachte ich immer, dass nur blonde Moderatorinnen unter die Räder kommen, wenn sie sich zu laut als Kinderanwalt einsetzten. Aber Sie, Frau Käßmann, wie steht es mit Ihnen? Wer könnte einer mächtigen Frau, die fast direkt nach der Kanzlerin kommt, denn etwas anhaben? Oder ist das alles am Ende doch wirklich Ihre eigene, Ihre persönliche Meinung?
Haben Sie sich, sehr geehrte Frau Käßmann, eigentlich jemals mit einem Bindungsforscher oder mit einem Kinderpsychologen über die Ursachen von Aggression und Gewalt, Adipositas, Bulimie, Todessehnsucht, Komasaufen etc. unterhalten? Wie viele Gespräche haben Sie mit Lehrern geführt, die keinen Rat mehr für unsere bindungslosen, verirrten, jungen Menschen wissen? Sind Sie sich der immensen Verantwortung bewusst, die Sie, Frau Käßmann, mit Ihrer öffentlichen Position übernommen haben? Ihr Wort gilt etwas! Es bedeutet den Menschen viel! Sie werden ernstgenommen, und jetzt, seit Sie EKD-Ratsvorsitzende Deutschlands geworden sind, gehören Sie mit zu den einflussreichsten Personen dieses Landes. Sie sind für die Menschen, die evangelisch getauft sind, vergleichbar mit dem Papst für die Katholiken, sie vertreten den Schöpfer in Deutschland! Haben Sie einmal gehört, was Ihr katholischer Kollege, der Papst, zu diesem Thema sagt?
Frau Käßmann, glauben Sie wirklich, dass unser Schöpfer Kinderkrippen und Ganztagsschulen für unsere Kinder vorgesehen hat? Oder sind Sie der Meinung, dass Gott altmodisch ist, weil er eben keine Krippen und keine Ganztagsschule eingerichtet hat, sondern als natürliche Bezugspersonen für jedes Kleinkind und Baby dieser Erde, bei Mensch und nahezu jedem Tier gleichermaßen, die Mutter an erster Stelle und dann auch gleich den Vater und das übrige Rudel, sprich, die Familie, dachte? Tierkinder werden übrigens in der Fremdbetreuung, also dem Fremdrudel, in den allermeisten Fällen aufgefressen, dort meint es niemand wirklich gut mit den Kleinen.
Und haben Sie eigentlich schon gehört, dass 95 Prozent aller Krippenbetreuerinnen in Deutschland ihr eigenes Kind NIEMALS in die Fremdbetreuung geben würden?
Wissen Sie übrigens, welche Worte zu diesem Thema von Jesu Christi im Matthäus-Evangelium zu finden sind? Ja, natürlich wissen Sie es, Sie sind schließlich die EKD-Ratsvorsitzende Deutschlands! Ich möchte mit den Worten des Gottessohnes schließen und an Ihr Herz, liebe Frau Käßmann, und an Ihren lebendigen Geist appellieren, denn ich wünsche mir aus meinem tiefsten Herzen, dass es gelinge möge, die Empfindung, die Nächstenliebe und die Barmherzigkeit weit über das Goldene Kalb des Materialismus und der Globalisierung zu stellen und wirken zu lassen, wenigstens so lange es um das Christentum geht, welches doch den Willen Gottes als alleroberstes Gebot betrachtet, oder?
»Wer aber einem von diesen Kleinen,
die an mich glauben,
Ärgernis gibt,
dem wäre es besser,
wenn ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt
und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.«
Matthäus-Evangelium, Kapitel 18, Vers 6
Herzliche Grüße und ein gesundes Neues Jahr!
Eva Herman
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Etiam si omnes ego non
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05.01.10, 17:48
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Registriert seit: 02.07.09
Beiträge: 11
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hallo...
ich habe es nicht geschafft, den artikel von der sehr verehrten frau hermann ganz zu lesen.
ich bin auch durchaus geteilter meinung was die ganztagsbetreuung in der schule betrifft.
bis vor kurzem war ich nicht berufstätig und habe mich somit durchaus um meine zwei kinder kümmern können. jetzt, sie sind 12 und 14, ich teilzeitbeschäftigt, sehe ich das durchaus anders. wünschenswert ist es, dass die kinder mittags in der schule die möglichkeit bekommen sollten, eine warme mahlzeit zu sich zu nehmen. sie sind teilweise - auch ohne in einer ganztagsschule zu sein - bis in die späten nachmittagsstunden in der schule.
dies ist nun aber nur mein persönliches umfeld.
ganztagsschulen generell abzulehnen, halte ich für total falsch. erstens ist nicht jeder in der lage ... wie frau herrmann... über so viel geld zu verfügen, um sich ausschliesslich um die eingenen "gören" (wie sie die kinder im brief nennt - nordt./plattdeutsche bezeichnung für Kinder. wird allerdings meist eher leicht negativ vewendet) zu kümmern.
Für die eltern, die berufstätig sein müssen bzw. alleinerziehende mütter/väter, ist es eine enorme entlastung, wenn sie wissen, die kinder werden in der schule betreut, sei es durch unterricht, freizeitaktivitäten und die möglichkeit, mittagessen zu bekommen. so "hängen" sie nicht auf der straße herum.
weiterhin gibt es genügend "bildungsferne" eltern, die sich keinesfalls um schulische dinge der kinder kümmern könnten. hier halte ich es auch für besser, die kinder werden schulisch betreut. nur so haben sie die chance auf genügend bildung.
ich halte die aussage von frau herrmann für sehr einseitig und borniert.
aber mal ehrlich ... viel anderes habe ich von ihr auch nicht erwartet.
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05.01.10, 18:59
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rio
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Registriert seit: 17.05.09
Beiträge: 263
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Schade
Danke für deine Meinung, pipatsch. Es ist wirklich ein Jammer, dass du den Artikel der Frau Herman nicht ganz gelesen hast. Ich entnehme deinem Beitrag jedoch, dass du gegenteiliger Meinung bist und nicht geteilter, denn dann teiltest du ja ihre Meinung (wärest ja logischerweise auf ihrer Seite).
Leider schreibst du nicht warum du Frau Herman für "borniert" hältst und wieso du "nichts anderes" von ihr erwartet hast? Weil sie die Kids "Gören" nennt? Das hat sie doch mit Ironie auf Frau Kässmann getan, keinesfalls herabwertend. So verstehe ich das.
Das Konzept der Frau Kässmann riecht verdammt streng nach Chinakommunismus und Linkspartei (ehemals SED) und das ist kein Zufall. Auch Frau Goering-Eckardt, Präses der EKD-Synode, (MdB für die "Bündnis 90-Die Grünen", allein diese Tatsache spricht Bände) sowie diverse andere Würdenträger der EKD geben in letzter Zeit sehr merkwürdige Statements von sich. Das ist nicht mehr die Kirche, der ich über Jahrzehnte lang angehört habe. Ich kann mich mit solchen Leuten nicht mehr identifizieren. Wenn ich nicht vor ca 1 Jahr ausgetreten wäre, würde ich den Schritt heute nachholen. Auch in Österreich ist mit Bischof Bünker ein Mann des politischen Mainstreams aufgerückt, der mich durch seine Aussagen immer wieder ins Staunen versetzt.
Nun ist es ja gut, wenn ein kirchlicher Würdenträger seine Meinung kundtut, er sollte sich aber immer dessen bewußt sein, dass auch er als Kirchenmann/frau nicht die Weisheit gepachtet hat und dass es zu jedem Thema mehrere Meinungen gibt. Die anmaßende Art und Weise, wie sie zu Fragen der Politik und Wirtschaft Stellung beziehen und die Tatsache dass sie hierbei - den moralinsauren Zeigefinger in der Höh' - immer auf dem Mainstream schwimmen, ist jedoch nicht O.K.
Zu Frau Kässmanns Aussagen gehört kein Mut, zu Frau Hermans schon, diese hat deswegen ihren gutbezahlten Posten verloren.
Also fürderhin nicht so vorschnell sein, im Abqualifizieren von Personen, nur wiel sie den offiziellen "Kernern" nicht ins Bild passen!
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Etiam si omnes ego non
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05.01.10, 20:59
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Registriert seit: 02.07.09
Beiträge: 11
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.. schon richtig ich teile nicht die meinung von der herrmann...
eingangs schrieb ich.. dass ich zu ganztagsschulen geteilter meinung bin.. klar geht danach aber hervor.. unter den lebensumständen (teilzeit etc.) vertrete ich eine andere meinung.
solange ich zuhause war, ist es ja ok dass ich die kinder versorge. (das tue ich auch jetzt noch  )
für familien, die angewiesen sind, dass beide elternteile arbeiten müssen ist es doch keine frage, dass die kinder im schulischen umfeld besser aufgehoben sind, als auf sich allein gestellt. und glaube mir, es gibt sehr viele die arbeiten MÜSSEN um zu leben.
das eine frau herrmann.. gut verdienend wie sie nun mal war und vll noch ist, es sich da wesentlich besser leisten kann, voll und ganz für ihre kinder (oder nur eins.. keine ahnung) da zu sein, liegt ja wohl auf der hand.
über ihren damaligen rauswurf kann ich momentan nix mehr sagen, ist mir nicht mehr ganz präsent warum wieso weshalb.
und klar: göre hat sie schon auch leicht ironisch gemeint. aber dennoch ist es ein negativ verwendeter begriff.
ZITAT: Auf jeden Fall scheint Margot Käßmann der festen Ansicht zu sein, dass Kinder, die mittags aus der Schule kommen, kein Mittagessen mehr brauchen und auch niemanden an der Seite benötigen, der sich mit ihnen beschäftigt und sich gemeinsam mit ihnen um die Schularbeiten kümmert."
richtig.. die kinder, die lange schule haben sollen auf jeden fall in der schule essen bekommen.. dann brauchen sie es zuhause nicht mehr - logisch! und hausaufgaben werden im schulalltag integriert. was durchaus sinnvoller ist. oder bist du in der lage deinen kindern (falls du welche hast) ausser in der grundschule, 5, 6 klasse evtl noch 7 zu helfen. ich bin doch kein lehrer. klar schaue ich ihnen über die schulter, nur fachlich ist man doch irgendwann raus. mal vokabeln abfagen ok. dabei halte ich mich noch für recht gut gebildet. was ist mit den kindern, bei denen die eltern GAR nicht helfen können / wollen. die bleiben doch auf der strecke.
letztendlich ist es mir egal war zu welcher partei oder gruppierung gehört... gut wäre, wenn es in dtl. ein einheitliches schulsystem gäbe, nicht ständig flickschusterei betrieben würde... ja nach regierender partei.
G8 (gym in acht schuljahren) wieder auf G9 umgewandelt wird. damit die kinder nicht noch mehr unter leistungsdruck stehen.
wenn endlich die klassenstärken auf ein vernünftiges mass heruntergesetzt werden
wenn fachräume endlich auch als fachräume genutzt werden und nicht als ausweichräume missbraucht werden, weil die schulen aus allen nähten platzen
usw....
so nun weiche ich etwas vom thema ab.. aber ich glaube, es gibt reichlich zu tun in unserem schulwesen
... ich werde nachher nochmal den artikel lesen...
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06.01.10, 02:20
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rio
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Registriert seit: 17.05.09
Beiträge: 263
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Solche wie Kässmann
Dass das Schulsystem auf G8 umgetstellt wurde, verdanken wir solchen Leuten wie Kässmann. Sicher kann es für berufstätige Eltern eine Erleichterung sein, wenn das Kind eine Ganztagesstätte in Anspruch nimmt, ob es aber auch für das Kind die bessere Lösung ist? Ich weiss es nicht, glaube aber nicht so recht daran. Zumindest in den ersten Lebensjahren des Kindes. Ausserdem sollte das in der (frei getroffenen) Entscheidung der Eltern liegen und nicht aus der Kirche heraus gesteuert werden. Die Frau Bischof sollte sich um ihre eigenen Aufgaben kümmern und sich von politischen, wirtschaftlichen und und erziehungspolitischen Themen fernhalten. Davon scheint sie nicht viel zu verstehen, sieht man sich die Kommentare in diversen Zeitungen zu ihren verschiedenen "Sagern" an Sie hat auch in Bezug auf den Afghanistan-Einsatz der BW den ehemaligen Mauermördern nach dem Mund geredet, das nur so nebenbei. Ich halte Frau Kässmann und ihre Kollegin, die Grüne MdB Goering-Eckardt, für gefährliche, populistische DemagogInnen. Solche Leute sind missratene Überbleibsel der 68-er, überlebt und vom Leben längst überholt. Liberal, wie sie unlängst eine Zeitung bezeichnet hat, ist was anders. Sie selber glauben nur, liberal zu sein!
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Etiam si omnes ego non
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06.01.10, 06:27
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Benutzer
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Registriert seit: 02.07.09
Beiträge: 11
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sorry, rio...
aber was für ein quatsch.. eine frau käsmann wird da keine entscheidungen treffen. dazu hat sie absolut und gar keine möglichkeiten. sie hat mal ihre meinung abgelassen ... na und.. klar in einem hast du recht, sie sollte sich um ihren bereich kümmern, aber da meinungsfreiheit in dlt. besteht, ist es nun mal auch ihr gutes recht.
wie gesagt, mir ist es relativ egal aus welcher ecke verbesserungen kommen.
und zu den kindern. wo sollen die einen schaden herbekommen, wenn sie mit anderen kindern zusammen sind ?!?!? du scheinst selbst keine kinder zu haben. ich kenne viele kinder, die bereits in einer ganztagsschule unterrichtet werden. das heisst doch nicht drill nach chinesischem muster, sondern 1,5 - 2 mittagsfreizeit. dort werden von freiwilligen ... meist sind es eltern, die zeit und lust haben, freizeitaktivitäten angeboten (die sehr gerne von den kindern wahrgenommen werden) oder sie können sich sportlich betätigen, mittagessen ohnehin, und so weiter.. anschliessend folgen nochmal 2, 3 stunden unterricht. je nach klassenstufe vll auch mal eine 4. h. ich kenne kein kind, das mit dieser schulform problme hätte. zumal sich der Ganztagsunterricht bisher lediglich auf 2 wochentage verteilt.
also kirche im dorf lassen.. hat nix mit chinesischem drill etc. zu tun.
vll. schaust du dir mal in deiner umgebung eine schule von innen an.
wie gesagt, ich habe zwei kinder
have a nice day
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06.01.10, 11:06
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rio
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Registriert seit: 17.05.09
Beiträge: 263
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hat keinen Sinn
Liebe(r) pipatsch, ob ich Kinder habe oder nicht, ist nicht so wichtig (nebenbeigesagt, ich habe und mittlerweile auch Enkelkinder). Was Frau Herman sagen will ist, dass die Familie für ein Kind (isbesonders in den ersten Lebensjahren) ein Umfeld darstellt, welches sein ganzes Leben maßgeblich beeiflußt und dass keine Ganztagsstätte oder Heim auch nur annähernd ersetzen kann. Und das was du als "Quatsch" abtust, habe ich nie behauptet, bitte sorgfältiger lesen und nicht zu dichten anfangen! Natürlich kann Frau Kässmann keine "Entscheidungen" in diesem Sinne treffen, (Gottseidank noch nicht oder nicht mehr) aber sie kann in ihrer Position durch ihre Statements politische Entscheidungen beeinflussen. Sie gibt ja ihre (persönliche) Meinung nicht als PrivatbürgerIn ab, sondern als Bischöfin und Ratsvorsitzende der EKD. Eine solche "Meinung" wird immer anders beachtet als die Hinz' und Kunz'. Eben deshalb ist es nicht akzeptabel, dass sie hier den Linken und Grünen als Wegbereiter gilt, sozusagen Parteipolitik im Namen der EKD betreibt. Aber nach den diversen Statements der beiden oberen EKD - Damen zu urteilen, möchte man fast sagen, sie beide seien in einer links-kommunistoiden-ideologischen Ganztagesstätte erzogen worden.
Mit den "alten" Chefs der Evangelischen in D und A, Huber und Sturm können sich die aktuellen nie und nimmer vergleichen. Das waren gestandene Männer, welcher die Realität ins Auge sahen und in ihrem ganzen Leben kein ähnliches tagträumerisches, demagogisches Geschwätz tätigten, wie Frau Kässmann in ihrer relativ kurzen Karriere als Leiterin der EKD.
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Etiam si omnes ego non
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06.01.10, 12:57
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Kaffeejunkie
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Zitat:
Zitat von rio
Natürlich kann Frau Kässmann keine "Entscheidungen" in diesem Sinne treffen, (Gottseidank noch nicht oder nicht mehr) aber sie kann in ihrer Position durch ihre Statements politische Entscheidungen beeinflussen.
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Kannst du mir eine wichtige, negative, politische Entscheidung (in Deutschland) der letzten 20 Jahre nennen, die durch den Einfluss der Kirche zustande gekommen ist??
Zitat:
Zitat von rio
Eine solche "Meinung" wird immer anders beachtet als die Hinz' und Kunz'.
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Die Meinung einer Eva Herman mit ihrer medialen Präsenz zählt bei dir dann zu "Hinz und Kunz"??
@pipatsch
die Eva ist raus geflogen, weil sie die NS-Familienpolitik eigentlich gut fand.
Unvergesslich der Rausschmiss aus der J.B. Kerner Show.
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Wun det Dâch draj äsz, wa sâl et trépsen?
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06.01.10, 13:34
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rio
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Registriert seit: 17.05.09
Beiträge: 263
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Weniger
@haiduck:
Herman ist dank vorbildlichen VorKämpfern für den Erhalt der Meinungsfreiheit (natürlich nur deren eigene und natürlich der Freiheit, die sie meinen) wie Kerner, Goering-Eckardt und noch vieler anderer, heutzutage weniger las HuK!
Und deine Aussage:
Zitat:
Zitat von Haiduc
die Eva ist raus geflogen, weil sie die NS-Familienpolitik eigentlich gut fand.
Unvergesslich der Rausschmiss aus der J.B. Kerner Show. 
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Stimmt so nicht! Das ist die Aussage, die die Empörlinge vom Dienst daraus gemacht haben. Das solltest du wissen, ehe du jemanden anderen "aufklären" willst. Hier kannst du Hermans Statement dazu hören!
Und noch etwas: Die Vergangenheit besteht nicht nur aus 20 Jahren. Und "negativ"ist sehr subjektiv, negativ für wen meinst du jetzt?
Schönen Feiertag!
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Etiam si omnes ego non
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06.01.10, 15:08
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Kaffeejunkie
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Registriert seit: 15.08.09
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Zitat:
Zitat von rio
Und noch etwas: Die Vergangenheit besteht nicht nur aus 20 Jahren. Und "negativ"ist sehr subjektiv, negativ für wen meinst du jetzt?
Schönen Feiertag!
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Bis zu den Kreuzzügen wollte ich nicht zurück gehen 
Negativ für wen?...sagen wir mal "für Dich".
Eva Herman bei Kerner - Teil 1 "Vorlauf"
etwa bei 1:50 Minuten
Zitat Eva: "....damals wurden auch Autobahnen gebaut auf denen wir heute fahren..."
Eva Herman bei Kerner - Teil 2 "Rauswurf"
so kann sich jeder selbst eine Meinung bilden und nicht die "der Partei"
Einen schönen, kirchlichen Dreikönigstag 
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Wun det Dâch draj äsz, wa sâl et trépsen?
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