Ob das alles so stimmt?
Inwieweit Eginald Schlattner vom "Kommunismus überzeugt war" oder vielmehr durch die keineswegs zimperlichen Verhörmethoden "überzeugt wurde", bleibt dahingestellt.
Sind die Journalisten hier einer Secu-Ente aufgesessen?
In diesem Zusammenhang fällt mir noch ein anderer Name ein: Hans Bergel. Daß Eginald Schlattner nicht unbedingt zu dessen Lieblingen gehört, ist allgemein bekannt. Weniger, weil Schlattner unter der Folter seine Mitinhaftierten zusätzlich mit imaginärer Schuld belastete, sondern weil er sich in den kommenden Jahren-auch nach 1989-konsequent einer Ausspache mit Bergel verweigerte, wobei er noch zusätzliche Rückendeckung seitens des Hermannstädter Bischofspalais erhalten haben soll....
Hier wird das alte Spiel , das auch mit anderen siebenbürgischen/Banater Intelektuellen gespielt wurde, neu aufgelegt: zuerst werden unter Druck Geständnisse erzwungen, dann werden Legenden in die Welt gesetzt, die aus den Opfern Täter machen (und, implizit, die Täter zu Opfern), dann gibt es Gegenlegenden, bis keiner mehr weiß, wie es wirklich war, und vor allem keiner dem anderen mehr glaubt.
Man erinnere sich nur an die ersten Monate nach dem Dezember 1989...
Das Fatale daran ist, daß irgendwann die Opfer selbst daran glauben, und ihre Rolle bewußt weiterspielen...
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